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Sie haben mit dem Arzt Ihres Vertrauens die Durchführung einer ambulanten Operation und den genauen Operationstag vereinbart.

Vorbereitung zur Operation - Bitten beachten Sie, die folgenden Punkte:
- Frühzeitige Terminierung des Narkosevorgespräches unter folgender Nummer:
0211 - 9043301!
- Bitte Lesen Sie den Narkosevorbereitungsbogen gründlich! Beantworten Sie bitte die an Sie gestellten Fragen! Sie erhalten den Narkosevorbereitungsbogen von Ihrem Vertrauensarzt oder direkt zur Vorbesprechung.
- Unklare Fragen, sowie der Ablauf am Operationstag einschließlich der Narkosevariante werden mit Ihnen zur Vorbesprechung erörtert. Bitte bringen Sie bereits bestehende Untersuchungsbefunde (EKG-, Blutuntersuchungen oder Röntgenbilder der Lunge) zum Vorgespräch mit.
- Bitte organisieren Sie sich selbstständig eine Begleitperson für den Heimweg am Operationstag. Bei Bedarf organisieren wir Ihnen gerne auch ein Taxi oder einen Krankentransport.

Ablauf am Operationstag


Am Tag der Operation bitten wir Sie, ca. 30 Minuten vor Ihrem eigentlichen Operationstermin in unserem OP-Zentrum einzutreffen. Kurz vor der Operation werden Sie in unsere Patientenkabine gebeten, Ihre Kleidung ablegen. Dazu stehen Ihnen Patientenumkleiden und mehrere abschließbare Schränke zur Verfügung.

Anschließend erwarten wir Sie im Operationssaal in dem der notwendige Eingriff stattfindet. Alle Eingriffe werden grundsätzlich von erfahrenen Fachärzten für Chirurgie durchgeführt. Als einzigartiger Standard muss gelten, dass z.B. alle Eingriffe zur Beseitigung von Krampfadern oder Gefäßverschlüssen von Fachärzten für Gefässchirurgie durchgeführt werden. Eine solch großes Angebot an hochspezialisierten Fachärzten ist sonst normalerweise nicht zu finden. Geleitet wird die gesamte Operationseinheit von dem Direktor der Klinik für Gefässchirurgie, Endovaskuläre Therapie und Venenerkrankungen des Augusta Krankenhauses und Verbundes Katholischer Kliniken Düsseldorf Prof. Dr. med. Ralf Kolvenbach, der gleichzeitig auch ebenso wie mehrere seiner Mitarbeiter die Europäische Facharztprüfung abgelegt hat.

Narkose


Die Vorbereitung für eine Vollnarkose beginnt in der Regel mit der Venenpunktion zur Anlage einer Verweilkanüle. Hierbei werden die Venen an der Hand oder der Ellenbeuge bevorzugt. Anschließend werden bei Ihnen der Blutdruck gemessen, der Sauerstoffanteil im Blut bestimmt („Fingerklammer“) und ggf. eine EKG-Ableitung angelegt.

Zur Narkoseeinleitung steht der Narkosearzt bei Ihnen am Kopf, während die Narkoseschwester Schlaf- und Schmerzmittel spritzt, die den Tiefschlaf (Narkose) provozieren. Sie werden aufgefordert ruhig und gleichmäßig zu atmen. Die Lunge soll in dieser Phase maximal viel Sauerstoff aufnehmen. Nun setzt bei Ihnen langsam ein Müdigkeitsgefühl ein; sie verspüren nun eine Schwere der Augenlider, ein leichtes Schwindelgefühl kann eintreten. Sie werden die Augen schließen und langsam und ruhig einschlafen. Sind Sie eingeschlafen, stellt sich bald die Spontanatmung ein. Sie müssen beatmet werden. Nur so kann eine ausreichende Sauerstoffversorgung Ihres Körpers gewährleistet werden.

Nach ausreichender Sauerstoffbeatmung mittels einer Beatmungsmaske und weiterer Vertiefung der Narkose sind die Voraussetzungen für die Anlage einer Kehlkopfmaske oder die Intubation gegeben. Während bei der Anlage einer Kehlkopfmaske, diese nur hinter die Zunge geschoben wird, erfolgt zur Intubation die Anlage eines dünnen Beatmungsschlauches durch den Mund, den Kehlkopf und über die Stimmbänder hinweg in die Luftröhre. Die Entscheidung, welche der beiden Techniken bei Ihnen Anwendung findet, wird im Narkosevorgespräch festgelegt.

Die Aufrechterhaltung der Narkose erfolgt entweder über kontinuierlich in die Vene appliziertes Schlaf- und Schmerzmittel (TIVA) oder über die kontinuierliche Beatmung mit zusätzlichen Narkosegasen (sogenannte balancierte Anästhesie). Die jeweilige Konzentration an Narkosemedikament im Blut übt im Gehirn seine narkotische Wirkung aus. Ist die Narkose tief genug, kann der Operateur seine Arbeit beginnen. Nach Beendigung der Operation werden die Schlaf-induzierenden Medikamente abgesetzt. Innerhalb von wenigen Minuten beginnt der Patient selbstständig zu atmen und öffnet die Augen. Die Narkose ist beendet.

Welche Komplikationen können bis zu diesem Zeitpunkt der Narkose auftreten?
Das Auffinden und die Punktion einer Vene an der Hand oder am Arm kann manchmal schwierig sein. Beim Einspritzen der Medikamente kann es zuweilen zu allergischen Reaktionen kommen. Diese reichen von Hautreaktionen, z. B. roten Flecken oder Quaddeln bis hin zu schweren Kreislaufreaktionen im Sinne eines Schocks. Für den Narkosearzt ist hier die Information über früher stattgefundene Narkosen und deren Komplikationen wichtig. Vorübergehende Halsschmerzen und Heiserkeit sind möglich.

Übelkeit und Erbrechen nach dem Aufwachen aus der Narkose (PONV) kommen vor. Auch hier ist die Information über frühere Zustände von Übelkeit und Erbrechen nach Narkosen für den Narkosearzt wichtig.

Extremes Zittern (shivering) nach dem Aufwachen aus der Narkose kann auftreten. Erstaunlicherweise ist dies häufiger bei jüngeren Patienten zu beobachten.

Als Raritäten gelten Zahnschäden oder grobe Verletzungen der Schleimhäute.

Äußerste Priorität hat die präoperative Nüchternheit von mindestens 6 Stunden


Das hat folgenden Grund:
In dem Moment, in dem die Narkosemittel in die Vene eingespritzt werden, entspannt sich der Patient und schläft ein. Hierbei kann es passieren, dass, sich der Mageninhalt durch die Speiseröhre nach oben in Richtung Mundöffnung entleert. Dies versperrt dem Narkosearzt die Sicht zum Kehlkopf und es besteht nun die Gefahr, dass sich das Magensekret in die Luftröhre ergisst. Das sogenannte „Verschlucken in die Lunge“ führt zu einer Entzündungsreaktion. Es folgt die Zerstörung der feinen Lungenstrukturen mit teilweise verheerenden Folgen für den Patienten.

Deshalb werden die Patienten gebeten, sich strikt an die Nüchternheit zu halten. Nicht nur Nahrungsbestandteile, sondern auch Nikotin oder Kaugummi erhöhen den Anteil der Magensäure dramatisch. Hieraus resultiert eine deutliche Gefährtdung des Patienten. Bei Notfalloperationen kann natürlich auf die Gefahr eines Erbrechens keine Rücksicht genommen werden, da die sofortige Operation im Vordergrund steht.

Weitere Komplikationen ergeben sich aus diversen Vorerkrankungen. Somit haben Patienten mit Diabetes, Herzkrankheiten oder Bluthochdruck ein höheres perioperatives Risiko.

Was geschieht nach der Operation ?


Nach dem Eingriff kommen Sie in einen sogenannten Aufwachraum in dem Sie sich in Ruhe ausschlafen können. Hierbei werden Sie ständig von qualifiziertem Fachpersonal überwacht. Neben Krankenschwestern gehören hierzu selbstverständlich auch die behandelnden Ärzte. Nach ca. 2 Stunden können Sie sich mit einem Frühstück stärken, um dann nach Hause entlassen zu werden.